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ACHTUNG: Du möchtest weiterhin personalisierte Werbung schalten, dann implementiere den Google Consent Mode V2 bis zum 6.3.2024!

7 Minuten
Avatar-FotoVictoria Schwarzgruber
Inhaltsverzeichnis

    In einer Zeit, in der das Thema Datenschutz immer wichtiger wird und die User personalisierte Online-Erfahrungen erwarten, stehen digitale Werbetreibende vor einer Herausforderung.
    Ab dem 6. März müssen Unternehmen wie Google ihre Datensammlungsmethoden gemäß den EU-Vorschriften des Digital Markets Act (DMA) anpassen. Daher ist es wichtig, dass auch dein Unternehmen schnell den Google Consent Mode V2 implementiert, um personalisierte Google Ads Anzeigen, Conversion-Tracking und Remarketing-Listen weiterhin nutzen zu können.

    Was genau ist der Google Consent Mode?

    Bevor wir uns mit der Version 2 des Google Consent Modes beschäftigen, ist es wichtig zu verstehen, was der Google Consent Mode überhaupt ist. Der Google Consent Mode (Einwilligungsmodus) wurde erstmals 2020 eingeführt und ermöglichte das Tracking und die Einsichtnahme von Daten, auch wenn die Nutzer keine Einwilligung erteilt hatten. Heutzutage hat sich der Zweck weiterentwickelt und der Consent Mode wird als Signalisierungstool genutzt, um Signale der User zur Zustimmung oder Ablehnung zum Tracking an Google zu übermitteln.

    Das heißt, die implementierte Consent Management Plattform (CPM) erfasst den Einwilligungsstatus des Nutzer und übermittelt diesen an den Google Consent Mode zur weiteren Verarbeitung durch Google. Wichtig: Es werden keine personenbezogenen Daten an Google gesendet, sondern lediglich Informationen über die Einwilligungsentscheidungen eines Website-Besuchers. Das heißt die Erlaubnis zur Nutzung bestimmter Marketing-Tools, wie z.B. Google Analytics Tracking, Google Ads oder Google Tag Manager. Durch diese Tools kann dann beispielsweise erfasst werden, wie viele Besucher eine Website aufgerufen haben oder eine bestimmte Aktion, wie einen Kauf, abgeschlossen haben.

    Zum Schutz der Privatsphäre werden die Datenschutzeinstellungen der Nutzer stets beibehalten. Website-Betreibende müssen also eine voll funktionsfähige CMP einsetzen und die Nutzereinwilligung über den Cookie Banner einholen, um den Google Consent Mode verwenden zu können. Zusammengefasst dient der Google Consent Mode als Bindeglied zwischen CMP und Google. Diese Schnittstelle ermöglicht es, dass Google-Dienste basierend auf den vom Nutzer erteilten Einwilligungen auf Websites ausgeführt werden können, ohne dass Google direkten Zugriff auf personenbezogene Daten benötigt.

    Was ist neu bei Google Consent Mode V2?

    Die zweite Version des Google Consent Mode, die im vergangenen November veröffentlicht wurde und bis 6. März 2024 umgesetzt werden muss, beinhaltet zwei neue Einstellungen

    • ad_user_data und
    • ad_personalization.

    Diese ermöglichen die Steuerung der Nutzung personenbezogener Daten und der Ads-Personalisierung basierend auf den Nutzereinwilligungen. 

    Die Einstellung ad_user_data steuert, ob personenbezogene Daten an Google-Plattformen wie Google Ads, Google Shopping und Google Play gesendet werden.

    Ad_personalization steuert hingegen, ob Daten für die Personalisierung von Anzeigen (z. B. Remarketing) verwendet werden können. Diese Einstellungen sind entscheidend, um die Zielgruppe weiterhin gezielt anzusprechen.

    Denn ohne den Google Consent Mode V2 stehen wichtige Google Ads Features wie Remarketing, Customer Match, Google Analytics 4 Zielgruppen und Demand Gen Lookalike Segmente nicht mehr zur Verfügung. Hinzu kommt, dass Google bereits angekündigt hat, dass Ende 2024 kein Conversion Tracking ohne den Google Consent Mode mehr möglich sein wird.

    Mit diesem Update wird der Consent Mode nun aufgeteilt in einen “Basic Mode” und einen “Advanced Mode”. Wobei der “Basic Mode” neu ist und der “Advanced Mode” nun die bisherige Version 1 des Google Consent Mode ersetzt. 

    • Im Basic Mode werden ausschließlich Daten an Google gesendet, wenn der Nutzer dem Tracking im Cookie-Banner zugestimmt hat, also wenn ein Nutzer-Consent vorliegt. Wenn der Nutzer keinen Consent gibt, werden keine Daten gesendet. Obwohl sich am Tracking im Basic Mode grundsätzlich nichts ändert, sind bestimmte Anpassungen an den Tag-Konfigurationen erforderlich.
    • Im Advanced Mode werden hingegen identifizierlose Daten (=Pings) ohne Nutzer-Consent gesendet. Ob ein Unternehmen die Daten nur nach Consent des Users oder auch ohne den Consent verschicken, bleibt ihnen selbst überlassen. Fakt ist, wer weiterhin die Google Ads, Google Analytics, Google Tag Manager für Werbezwecken (Erstellung von Conversions und Zielgruppen, Messung, personalisierte Anzeigen und Remarketing) nutzen möchte, muss den “Basic Mode” implementieren und ein von Google zertifiziertes CMP (z.B. Onetrust, Cookiebot, Usercentrics etc.) verwenden.

    Du bist dir nicht sicher, ob du den Google Consent Mode V2 implementieren musst? Die Umsetzung ist notwendig, wenn:

    • Google Analytics (GA4) Daten für die Bildung von Zielgruppen für Marketingzwecke genutzt werden sollen oder
    • Google Ads oder Floodlight-Tagging vorhanden ist.

    Das heißt im Umkehrschluss, wenn du keine Werbetools von Google im Einsatz hast, sind keine Anpassungen notwendig.

    Was ist also zu tun, um den Consent Mode V2 korrekt einzubinden? Nutzt du bereits eine CMP, muss der Cookie Consent um die beiden neuen Parameter ad_user_data und ad_personalization erweitert werden. Die notwendigen Schritte sind hierbei von der verwendeten Consent Management Plattform (z.B. Cookiebot, Usercentrics) sowie dem eingesetzten Tracking-Tool abhängig. Bei Rückfragen hierzu stehen wir dir gerne zur Verfügung.

    Fazit

    Das heißt zusammengefasst, dass Unternehmen, die bis März 2024 weder eine CMP noch den Google Consent Mode implementieren, lediglich nicht-personalisierte Werbeanzeigen auf Google-Plattformen schalten können. Für die Personalisierung der Anzeigen ist ein Update auf den Google Consent Mode V2 zwingend notwendig.

    Du hast noch offene Fragen zum Consent Mode V2 und zur richtlinienkonformen Umsetzung? Dann kontaktiere unser Team!

    Victoria SchwarzgruberBSc MA

    Online Marketing

    Victoria ist bei uns Online Marketing und zuständig für:

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